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Interview im Rahmen der Vorstellung neuer Zuführsysteme mit Entwicklungskonstrukteur Fritz Lobe

Warum sind Sie Konstrukteur für Kartoniermaschinen geworden?
Ich bin nicht direkt bei den Kartoniermaschinen eingestiegen, sondern erst über andere Wege in dieses Gebiet gekommen. Zuerst war ich im Blisterbereich tätig, später dann bei ATMO, einem Bosch-internen Systemanbieter für Montageanlagen und Sondermaschinen, in der Prüfstandstechnik. Dort habe ich viele Projekte in der hydraulischen Prüftechnik begleitet und geleitet, aber die „Mechanik“ hat mir hier sehr gefehlt und ich wollte wieder mehr konstruktiv tätig sein. Da ich ja ursprünglich aus dem sehr technischen Blisterbereich kam und dieser eng mit den Kartonierern verbunden ist, lag die Entscheidung dann nahe, bei den Kartonierern einzusteigen.

Warum haben Sie sich für Bosch entschieden und seit wann sind Sie im Unternehmen tätig?
Ich bin 1998 bei der Bosch Verpackungstechnik im Blisterbereich eingestiegen, und habe dort verschiedene Aufgaben übernommen. Bosch als Arbeitgeber war für mich sehr reizvoll, da es ein sehr großes Unternehmen ist und viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet. Die unterschiedlichen Bereiche sind alle sehr interessant und vielschichtig. Meine jetzige Tätigkeit in der Entwicklung von Zuführungen stellt z.B. hohe Anforderungen an die Dynamik von Bewegungen.

Welche Vorteile bieten die weiterentwickelten Zuführungen bei den Kartoniermaschinen?
Besonderes Augenmerk legen wir bei den Entwicklungen immer auf ein produktschonendes Handling. Egal ob Röhrchen, Blister oder Vials, alle Produkte, die auf unseren Maschinen laufen, müssen sicher gehandelt werden. Vor allem, wenn die Übergabe in die kontinuierlich laufende Packgutkette unserer Hochleistungskartonierer CUK bzw. CUC erfolgen soll, sind unsere Zuführsysteme optimal, da sie sich durch Servoantriebe exakt auf die Geschwindigkeit der Packgutkette synchronisieren lassen. Zudem ist ein großer Vorteil, dass die Systeme alle in dem HMI (Human Machine Interface) der Kartoniermaschine zentral mit den anderen Komponenten der Verpackungslinie verwaltet werden können. Natürlich ist eine hohe Ausbringungsleistung sehr wichtig, aber der Fokus wird bei unseren Zuführungen immer auch auf die Funktionssicherheit, also einen hohen Wirkungsgrad, gelegt.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich hauptsächlich im Kerngeschäft?
Schwerpunkte unserer Entwicklungstätigkeiten sind Zuführungen für Produkte, die auf Maschinen von anderen Bosch-Standorten hergestellt werden. Dazu zählen Flaschen, Vials, Ampullen und Beutel in unterschiedlichster Ausprägung (Schlauchbeutel, Vierrandsiegelbeutel, Sticks…). Aber auch für Blister und Röhrchen bzw. Tuben haben wir passende Zuführungen in unserem Portfolio.

Gibt es aktuell neue Projekte?
Momentan gibt es zwei sehr spannende Projekte in unserem Bereich. Zum ersten Mal haben wir eine Kartoniermaschine für eine ESP-Verpackung verkauft. Bei der ESP-Verpackung (Eco│Save│Pack) handelt es sich um eine Verpackungsform, die von Bosch patentiert ist. Hierbei wird ein Vial in einem Papp-Inlay zum Schutz vor Beschädigungen fixiert und in eine Faltschachtel eingeschoben. Die besonderen Herausforderungen sind hierbei das Inlay-Handling und die Vial-Zuführung.

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